Überschrift

 

   Die Wurzel des Qi Gong gehen weit zurück in die chinesische Tradition der Lebenspflege: „yangsheng“. (Engelhardt, Leitfaden, 3ff) Bereits bei Dschuang Dsi finden sich im „Wahren Buch vom südlichen Blütenland“ ein Kapitel mit der Überschrift:„Pflege des Lebensprinzips“.

 

   Dschuang Dsi erzählt dort von einem Fürsten, der seinen Koch lobt, weil jener spielend und ohne Mühe seine Arbeit verrichtet und die Klinge seines Messers ist auch nach  neunzehn Jahren wie frisch geschliffen (Dschuang Dsi Buch, 67f)

 

   Die Pflege des Lebens hat wesentlich mit dem feinen Umgang mit der eigenen Lebenskraft zu tun – wie kann ich meine Lebenskraft mit dem geringsten Aufwand am wirkungsvollsten einsetzen ohne mich zu überanstrengen oder die Lebenskraft zu vergeuden?

 

   Was der daoistische Philosoph Dschuang Dsi in seiner Erzählung  verdeutlicht, so ist es kein Kraftakt, keine Anstrengung ja nicht einmal Geschicklichkeit, die uns  zu dieser Natürlichkeit führt.  Der Koch antwortet dem Fürsten, als ihn dieser für seine Geschicklichkeit rühmt:

 

„ Das Tao ist’s was dein Diener liebt. Das ist mehr als Geschicklichkeit …. Heutzutage verlasse ich mich ganz auf den Geist und nicht mehr auf den Augenschein … Ich folge den natürlichen  Linien …“

 

( Dschuang Dsi, Buch, 67)

IMG 3315
nachoben

TAIJI-QIGONG  | PHILOSOPHIE